Smart Clothes – Intelligente Kleidung

Smart Clothes, auch bekannt als Intelligente Kleidung oder „IWear“, ist der Oberbegriff für in Zukunfts- oder Machbarkeitsstu­dien bereits realisierte Kleidungs­stücke, die über integrierte Elek­tronikkomponenten verfügen, die der Telekommunikation, Informationsbe­schaffung, der Organisation oder der Unterhaltung dienen.

Dank immer besserer Rechenleistung und kompakten Bauteilen ist es mittlerweile möglich, den nächsten Schritt zu gehen, und Sensoren, Chips oder Leitungen in die Kleidung einzuweben

Wie funktionieren Smart Clothes?

Man unterscheidet drei Generationen von Smart Clothes, die jeweils unterschiedlich funktionieren.

Für die erste und einfachste Generation von Smart Clothes werden Sensoren an das Kleidungsstück angefügt, beispielsweise als Schrittzähler an Schuhe. In der zweiten und dritten Generation werden Sensoren oder Leiter in das Gewebe eingewebt bzw. sind das Gewebe selbst, sodass die Technik im Gegensatz zur ersten Generation nahezu unsichtbar ist. Momentan arbeiten viele Unternehmen daran, entsprechende Sensoren für Druck, Feuchtigkeit oder andere Einflüsse von außen zu entwickeln.

Die Daten, die durch die Kleidung bzw. die Sensoren erfasst werden, können anschließend mit moderner Übertragungstechnik an ein Smartphone oder ein anderes Gerät übertragen und ausgewertet werden.

Wo finden Smart Clothes Anwendung?

Die Möglichkeiten der Smart Clothes sind noch weit nicht vollständig ausgeschöpft, es gibt aber bereits einige Projekte, die sich mit der Anwendung in unterschiedlichen Branchen beschäftigen. Dazu gehören beispielsweise die Medizintechnik, aber auch das Berufsleben oder die Freizeitgestaltung.

Smart Clothes in der Medizin

Mit Smart Clothes in der Medizin können die Vitalparameter der Träger aufgezeichnet und ausgewertet werden. So könnte man beispielsweise Herzinfarkte bei Risikopatienten rechtzeitig erkennen und einen Arzt alarmieren. Auch für Extremsportler oder die Überwachung von Kleinkindern, die sich nur schwer verkabeln lassen, birgt dieser Ansatz viel Potential.

Smart Clothes im Berufsalltag

Im Berufsalltag ist das Ubiquitous Computing – also die Allgegenwärtigkeit der IT – bereits bekannt. Viele Geräte sind mit zusätzlichen Funktionen, die die Arbeit erleichtern, ausgestattet. Ein Bremer Unternehmen geht den Schritt weiter und bindet ein Mini-Display in einen Arbeitshandschuh ein. Dadurch können Mechaniker Anweisungen und notwendige Informationen direkt vor Augen haben und gleichzeitig die Arbeitsschritte ausführen.

Smart Clothes in der Freizeit

Zuletzt finden Smart Clothes auch im normalen Freizeit- und Alltagsleben immer mehr Anklang. Auf der einen Seite gibt es Sportschuhe, die automatisch Geschwindigkeit oder Distanz aufzeichnen, sodass man unterwegs auf sein Smartphone verzichten kann und trotzdem eine akkurate Messung erhält.

Auf der anderen Seite soll es bald möglich sein, Unterhaltungsmedien wie MP3-Player fest in die Kleidung zu integrieren. Diese Idee steht allerdings noch in den Startlöchern und wird in den nächsten Jahren, gemeinsam mit der Anwendung in der Medizintechnik, ein großes Forschungsthema sein.

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