Radio-frequency identification (RFID)

Die Abkürzung RFID steht für den Begriff „Radio-frequency identification“. Das bedeutet so viel wie „Identifizierung durch elektromagnetische Wellen“.

Diese Definition beschreibt ein System, welches aus einem Transponder und einem Empfänger besteht, mit dem Daten kontaktlos ausgelesen und gespeichert werden können. Der Transponder, der in den meisten Fällen sehr klein ist, wird an dem zu kennzeichnenden Gegenstand befestigt. Dort werden Daten gespeichert, die mithilfe des Lesegeräts ausgelesen werden können.

Das Lesegerät und der Transponder werden durch magnetische Wechselfelder miteinander gekoppelt. Diese Felder werden von dem Lesegerät erzeugt. Mithilfe dieser Felder werden die Transponder auch mit Energie versorgt.

Wie sind RFID-Chips aufgebaut und wie funktionieren sie?

Die RFID-Chips sind die Transponder des Systems. Auf ihnen werden Daten gespeichert, die anschließend ausgelesen werden können. RFID-Chips gibt es in den unterschiedlichsten Größen. Sie bestehen aus einem kleinen Mikrochip, einer Antenne und einem Kondensator.

Der Kondensator wird für die vorübergehende Energiespeicherung verwendet und befindet sich in den meisten Fällen auf dem Mikrochip. Die Antenne des Chips wird häufig durch eine Spule repräsentiert. Diese Spule ist für die Erzeugung von Energie und für das Übertragen der Daten wichtig. Befindet sich der RFID-Chip in einem, von dem Lesegerät erzeugten, magnetischen Wechselfeld, erzeugt die Spule Energie, welche dann anschließend im Kondensator gespeichert wird. Auf dem Mikrochip werden die zu übertragenden Daten gespeichert.

Bei den Transpondern erfolgt eine Einteilung in zwei Grundtypen. Es gibt die aktiven Transponder und die passiven Transponder. Die passiven Transponder sind so aufgebaut, wie bereits beschrieben. Die aktiven Transponder besitzen zusätzlich über eine eingebaute Batterie zur Energieversorgung. Damit können sie ihre Daten über eine größere Entfernung übertragen.

Was sind die Vorteile von RFID-Chips?

RFID-Chips bieten in vielen Bereichen gewisse Vorteile. Setzt man aktive Transponder ein, so ist ein durchgängiger Informationsfluss möglich. Damit kann beispielsweise der komplette Lebenszyklus eines Produktes getracked werden.

Ein weiterer Vorteil der RFID-Chips ist, dass sie keinen direkten Kontakt mit dem Lesegerät brauchen, sondern sie auch aus einer gewissen Entfernung ausgelesen werden können. Die mögliche Entfernung variiert nach Art des Transponders.

Die Lesegeräte haben den Vorteil, dass sie mehrere Chips gleichzeitig identifizieren können. Dieses Auslesen funktioniert sogar durch Materialien wie Holz oder Pappe hindurch.

Außerdem lassen sich die Chips mehrfach beschreiben und somit wiederverwenden.

Einsatzgebiete des RFID-Chipts

Die Einsatzgebiete von RFID-Chips sind sehr vielfältig. In der Textilbranche werden RFID-Chips mittlerweile sehr häufig eingesetzt. Ein weiteres Einsatzgebiet der RFID-Chips ist das Tracking von Produkten. Beispielsweise in der Intralogistik werden die kleinen Chips sehr häufig verwendet. Eine andere Anwendung ist die Verwendung von RFID-Chips als Zeiterfassung. Die Zeiterfassung erfolgt dann durch das Vorbeigehen am Terminal.

Auch am Flughafen findet man oft RFID-Chips. Sie werden für die Verfolgung des Gepäcks eingesetzt. So gehen Gepäckstücke viel seltener verloren. In unserem Personalausweis befindet sich ebenfalls ein RFID-Chip, auf dem ein Teil unserer Daten gespeichert ist. Wie man sieht, gibt es in der heutigen Zeit viele unterschiedliche Einsatzgebiete für RFID-Chips.

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