Die Programmiersprache Assembler im Überblick

Computer und ähnliche Geräte können komplexe Berechnungen und Operationen ausführen.

Dabei arbeiten sie aber lediglich mit Binärcode, verschiedenen Kombinationen aus 0 und 1. Demnach ist es für einen Computer prinzipiell nicht möglich, natürliche Sprachen oder Programmiersprachen zu verstehen.

Aus diesem Grund gibt es Compiler, die Quellcode von verschiedenen Programmiersprachen in einen Code übersetzen, der sehr maschinennah arbeitet. Hierbei handelt es sich um die Assemblersprache, die unter Berücksichtigung der individuellen Hardware-Spezifikationen direkt einzelne Komponenten steuern kann.

Sie wird nicht nur automatisch von Compilern erstellt, sondern der Code kann auch händisch von einem Entwickler programmiert werden.

Assembler Entstehung & Historie

Zwischen 1948 und 1950 wurde der erste Assembler entwickelt. Der Entwickler war Nathaniel Rochester und der Assembler kam auf einem Großrechner von IBM zum Einsatz.

Aufgrund der möglichen Effizienz, die mit Code, der in Assemblersprache geschrieben, erreicht werden kann, war die Sprache für Großrechner unersetzlich. Auch der Einsatz auf kleineren Computern war üblich, denn bis 1990 wurden auch Videospiele meist in der Sprache entwickelt.

Die Beliebtheit der Assemblersprache rührte auch daher, dass es auf den Rechnern nicht viel Arbeitsspeicher gab. Die niedrige Komplexität der Assembler-Operationen machte einen effizienten Programmablauf auch bei niedrigem Speicher möglich. Ab 1990 wurde die Assemblersprache zunehmend von Hochsprachen abgelöst. Da die Geräte über eine wachsende Menge an Arbeitsspeicher verfügten, konnten nun auch komplexere Operationen, wie sie für Hochsprachen üblich sind, eingesetzt werden.

Der größte Ablöser war C, aber auch C++ konnte aufgrund seiner hardwarenahen Arbeit für die gleichen Zwecke verwendet werden. Dennoch ist es auch heute nicht unüblich, dass einige Hochsprachen die Verwendung von kleineren Assembler-Befehlen beinhalten.

Editoren für die Programmierung mit Assembler

Für die Programmierung in der Assemblersprache gibt es eine Vielzahl von Editoren und Entwicklungsumgebungen für alle Plattformen. Bekannte Editoren sind zum Beispiel AssemblyEdit und Reflexil.

Auch Notepad++ kann für die Programmierung von Assembler verwendet werden. Grundsätzlich lässt sich jeder gewöhnliche Text-Editor für die Programmierung benutzen, jedoch sind spezielle Editoren für die Sprache optimiert.

Assembler in der Praxis

In der Regel wird der Code von Hochsprachen automatisch durch den Compiler in einen Assembler-Code übersetzt. Der Entwickler muss also nicht zwingend selbst einen Assembler-Code schreiben. Dennoch kann es vorkommen, dass der automatisch erstellte Assembler-Code nicht effizient genug ist.


Besonders bei Großrechnern, in denen die Anwendungen sehr zeitkritisch sind, kann ein eigens geschriebenes Assembler-Programm die Effizienz entscheidend steigern und den Programmablauf deutlich beschleunigen.

Vorteile und Nachteile von Assembler

Vorteile von Assembler

  • Programmierung in Assembler kann den Code optimieren und kann damit mehr Effizienz erreichen
  • Nicht alle systemnahen Operationen sind mit Hochsprachen umsetzbar, die mit der Assemblersprache jedoch problemlos realisierbar sind
  • Fördert das Verständnis für ein System

Nachteile von Assembler

  • Systemnahes Programmieren ist zwar effizient, erschwert aber die Verwendung des gleichen Codes auf einem anderen System
  • Einzelne Assembler-Operationen sind einfach gehalten und nicht sehr komplex. Das führt zu längerem Programm-Code
  • Für Programmierung auf einem anderen Computer, müssen neue Befehle und Spezifikationen erlernt werden

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