Datenquellen

Wann immer wir Menschen unsere Computer benutzen, um Programme zu verwenden oder im Internet zu surfen, starten wir eine Vielzahl von Anwendungen.

Anwendungen erledigen meist Dienste für uns. Damit das funktioniert, werden ausnahmslos immer Daten benötigt, die verarbeitet werden, um uns dann die gewünschten Informationen zur Verfügung zu stellen. Um diese Daten zu beziehen, gibt es sogenannte Datenquellen.

Aufbau und Funktion von Datenquellen

Datenquellen werden auch „Data Sources“ genannt und sind der Ort, an denen Daten erzeugt werden. Sie sind der Verbindungspunkt zwischen einer Anwendung und dem Speicherort der Daten.

Sie kommen insbesondere bei der Konzeption von verteilten Systemen zum Einsatz, da hier mehrere Programminstanzen miteinander zusammenarbeiten und in einem Datenaustausch zueinander stehen.

Datenquellen befinden sich immer an der Stelle, an der Daten von einem Speicherort, wie zum Beispiel einer Datenbank, an einen Datenempfänger übermittelt werden. Das ist von Vorteil, denn die einzelnen Anwendungen müssen dann nicht die Datenorganisation des Speicherorts kennen, sondern nur die Art von Daten, die sie erfragen möchten. Sie müssen lediglich eine Anfrage stellen und die Datenquelle kümmert sich um den Rest.


Die Datenquelle selbst ist aber kein Bestandteil eines sogenannten Data Warehouse, sondern greift lediglich auf die Daten zu und überliefert sie.

Zugriffsmöglichkeiten auf Datenquellen

Es gibt zwei übliche Arten des Zugriffs auf eine Datenquelle. Üblicherweise greifen Anwendungen über eine Datenbankschnittstelle auf die Data Source zu. Diese Schnittstelle schützt die Datenbank, denn der Zugriff erfolgt nie direkt auf die Datenbank selbst sondern immer mittels einer Anfrage über die Schnittstelle.

Eine weitere Art von Datenquellen sind die Echtzeit-Datenquellen. Diese stellen zu jedem Zeitpunkt Daten automatisch zur Verfügung, die dann von den Anwendungen nur noch aufgerufen werden müssen.

Datenquellen in der Praxis

Besonders Echtzeit-Datenquellen kommen oft bei der Konzeption von Webanwendungen zum Einsatz.

Konkret können Betreiber von Webseiten mit einer Echtzeit-Datenquelle zum Beispiel sehen, welche Mausbewegungen und Aktionen ein Besucher auf einer Webseite ausführt. Der Betreiber der Webseite kann diese Beobachtungen auswerten und seine Webseite anpassen.

Das hat oft marketingtechnische Gründe, jedoch hilft es auch dabei, Webseiten ergonomischer zu gestalten und die Bedienung zu erleichtern.

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